Mit dem seit HTML 5 eingeführten Element <video> können Videoinhalte direkt und ohne ressourcenbelastende Plug-Ins von Drittanbietern, wie Flash, QuickTime, Windows Media Player oder RealPlayer dargestellt werden. Ein klarer Schritt in die richtige Richtung.
Das geradezu dafür prädestinierte Internet-Videoportal YouTube experimentiert seit kurzem mit dieser Funktionalität ohne Flash-Technologie. Leider setzt YouTube dabei auf den zwar leistungsstarken aber lizenzpflichtigen und patentierten Video-Codecs H.264, was bei Firefox-Nutzern zu folgender Meldung führt:

Grund hierfür ist, dass Mozilla bei Firefox auf den offenen und nicht durch Patente geschützten Theora-Codec des Ogg-Containerformats setzt. “Es ist zwar absolut begrüßenswert, dass YouTube mit HTML5 experimentiert. Gleichzeitig können wir die Verwendung des H.264-Video-Codecs nicht gutheißen, da er mit geschützten Patenten und hohen Lizenzabgaben verbunden ist”, kritisiert Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot.
Eine spannende Entwicklung und es bleibt abzuwarten, ob die Macher von YouTube es sich noch anders überlegen, um nicht 30% seiner Zuseher auszusperren, oder ob Mozilla sich beugt und den fehlenden Codec in Firefox nachliefert. Letzteres wiederspräche jedoch dem Open-Source Gedanken, den Mozilla eigentlich verfolgt.

