Seite heute ist die Beta des IE 9 verfügbar. Der Slogan: “Das Internet neu erleben – seien Sie dabei!”
Oder auch nicht …

Reden ist Silber – Bloggen ist Gold
Seite heute ist die Beta des IE 9 verfügbar. Der Slogan: “Das Internet neu erleben – seien Sie dabei!”
Oder auch nicht …

Das Thema der diesjährigen IFA kann man etwa wie folgt zusammenfassen: 3D hier, 3D da, 3D oben, 3D unten, 3D links, 3D rechts, 3D … überall 3D …
Aber auf der inzwischen 50. IFA gab es auch noch jede Menge anderes Neues zu bestaunen:
Zum Beispiel die 2. Deutsche Bügelmeisterschaft…

… unheimlich flache LED-TV’s…

… auch das Thema Green-IT war wieder “sehr begehrt”…

… iPad-Nachahmer (Samsung Galaxy Tab)…

… 3D Benutzeroberfläche mit Bewegungssteuerung (da ist es wieder das “3D”)…

… selbst dosierende Waschmaschinen (i-Dos von Siemens)…

… Oktoberfest (?)…

… Tischtennis im Container…

… und bei dem ganzen Hochglanz musste immer und überall nachpoliert werden…

Auf den als Datensammler gebrandmarkten Google-Konzern wird die meiste Zeit nur eingeprügelt. Aber Fakt ist, dass Google in der Vergangenheit immer wieder entscheidende Entwicklungen angestoßen hat, die das Internet überhaupt erst benutzbar gemacht haben.
Für mich stellt die neuen Technologien Street View von Google eine ganz klare Bereicherung des Internets und ein absolutes Erlebnis dar. Mit wenigen Klicks lassen sich dreidimensionale Ansichten von öffentlichen Straßen, Plätze und Gebäude weltweit aus der Perspektive eines Autofahrers auf den heimischen Bildschirm holen – phantastisch.
In den USA steht der Dienst schon seit 2007 für den Großteil des Landes zur Verfügung. Seit Sommer 2008 sind u.a. auch Teile Frankreichs, Japans, Italiens, Spaniens, Neuseelands und Australiens online verfügbar. Über 20 Länder der Welt laden bereits zum virtuellen Rundgang ein.

Dunkelblau = Street View verfügbar | Hellblau = Steet View geplant
Wie schön wäre es da nicht auch mal im eigenen Land auf virtuelle Entdeckungstour zu gehen?
Bis Ende 2010 soll Street View nun endlich auch für Deutschland verfügbar sein – zunächst in den 20 großen Städten Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.
Doch hierzulande regt sich erheblichen Widerstand von Datenschützern, Regierung und Kritikern. Sie mahnen, Google könne Bilder zeigen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind und damit Vorschub für Straftaten aller Art leisten. Der Blick über den Gartenzaun und auf fremde Häuser(fronten) könnte die Privatsphäre jedes Einzelnen verletzten.
Doch Street View enthält nur Fotos, die dem entsprechen, was jedermann auf der Straße sehen kann. Die Fotos werden ausschließlich an öffentlichen, frei zugänglichen Orten angefertigt. Gesichter und Autokennzeichen auf den Street View-Bildern werden automatisch vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht. Und dennoch sind viele Bundesbürger mit einer Veröffentlichung ihrer öffentlichen Häuser- und Straßenansichten nicht einverstanden.
Extra für Deutschland bietet Google allen “Betroffenen” seit heute bis zum 15.09.2010, 24:00 Uhr, ein Onlineformular zur Unkenntlichmachung des eigenen Gebäudes bzw. Grundstückes in Street View an. Nach Verifizierung der gemachten Angaben wird jedes einzelne betroffene Gebäude mit einem Verwisch-Effekt unkenntlich gemacht. Der logistische Aufwand muss phänomenal sein… was für ein bürokratischer Irrsinn!
Und die ganze Welt lacht vermutlich bereits hinter vorgehaltener Hand über Deutschland. Wie kann man nur technologischen Fortschritt derart ausbremsen.

Bisher galt das Antennenproblem des neuen iPhones immer als Konstruktionsfehler. Aber es handelt sich dabei offenbar um ein bisher unbekanntes Feature:


Gestern gab Google in seinem offiziellen Blog bekannt, dass das im Mai 2009 gestartete Projekt Google Wave eingestellt wird. Offensichtlich konnte sich der als E-Mail-, Twitter-, Wiki- und Messengerkiller präsentierte Cloud-Client nicht behaupten. Eigentlich kein Wunder, denn anfangs war der Zugang nur auf Einladung möglich und als erst viel zu spät die Tore endlich für alle User geöffnet wurden, war es schon zu spät. Keiner wollte mehr etwas von Wave wissen.
Schade, denn das Tool hatte wirklich Potenzial. Vielleicht ist auch einfach die Zeit für eine Kommunikationsrevolution noch nicht reif…